Wie Sie Ihre Zielgruppe für hervorragendes Marketing definieren

Wer ist Ihre Zielgruppe? Warum ist es so wichtig Ihre Zielgruppe so genau wie möglich zu definieren? Darüber werden in den kommenden Zeilen sprechen.

  1. Was ist eine Zielgruppe?
  2. Was ist Zielgruppensegmentierung?
  3. Was ist der Unterschiede zwischen Zielkunde und Zielmarkt?
  4. Was ist eine Zielgruppe im Marketing?
  5. Warum ist die Zielgruppendefinition so wichtig?
  6. Wie definiere ich meine Zielgruppe?
  7. Befrage deinen aktuellen Kundenstamm
  8. Zusammenfassung

Was ist eine Zielgruppe?

Wenn Sie ein Geschäft führen, bedienen Sie einen bestimmten Teil der Bevölkerung. Sehr häufig, wenn Gründer und Geschäftsführer von KMUs gefragt werden, wer Ihr Zielkunde ist, ist die Antwort: „Jeder“. Aber meistens ist das nie der Fall.
Stattdessen empfehle ich ihnen die Zielgruppe auf eine kleinere Gruppe einzugrenzen, die zum einen Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistung erwerben möchten und zusätzlich dazu über die Mittel verfügen sich diese leisten zu können.
Wenn beispielweise jemand in einer Region lebt, in der Sie Ihr Produkt nicht ausliefern, gehört er oder sie nicht zu Ihrer Zielgruppe. Gleichermaßen gilt das auch für Kunden, die es sich nicht leisten können Ihre Dienstleistung oder ihr Produkt zu kaufen. Sie gehören auch nicht zu Ihrer Zielgruppe.
Wir werden später noch genauer darauf eingehen, aber im Moment reicht es auch, dass nachvollziehen können, dass die Zielgruppe eine Gruppe von Menschen ist, auf die Sie Ihre Marketing- und Werbemaßnahmen ausrichten. Sie sind diejenige, die Ihre Kunden werden können.
Werfen wir einen Blick genauer auf die Zielgruppe und teilen die Zielgruppendefinition in übersichtliche Kapitel auf, sodass Sie nach dem Lesen des Artikels genau wissen, wie Ihre Zielgruppe zu definieren ist.

Was ist Zielgruppensegmentierung?

Nehmen wir mal kurz an, dass Sie eine Facebook Kampagne erstellen. Sie wollen nicht, dass jeder Ihre Werbung ausgespielt bekommt, weil Sie Umsatz generieren wollen. Stattdessen wollen Sie das Ihre Werbung von Ihrer Zielgruppe gesehen wird.
Mit Facebook können Sie die Zielgruppen auf verschieden demografische Merkmale eingrenzen oder auch auf andere Eigenschaften. Wir können zum Beispiel einstellen, welches Einkommen, welchen Geschlecht usw. die Zielgruppen haben soll.
Jedoch wissen wir auch, dass unser Produkt oder unsere Dienstleistung unterschiedliche Segment unserer Zielgruppe anspricht.
Nehmen wir mal an, Sie verkaufen Sportartikel. Ein Teil unserer Zielgruppe sind wahrscheinlich Teenager, die Sport machen. Ein anderer Teil könnten professionelle Sportler sein. Ein weiteres Segment könnte Frauen und Männer mittleren Alters sein, welche wieder in Form kommen möchten.
Zielgruppensegmentierung macht es möglich, dass Sie eine „Buyer Persona“ erstellen können. Jede Gruppe repräsentiert einen anderen Teil der Zielgruppe, sodass Sie diese mit unterschiedlichem Werbematerial und Marketingmaterial versorgen und ansprechen können.

Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Zielmarkt?

Viele Menschen verwechseln Zielmarkt und Zielgruppe oder nutzen beides als Synonym. Diese Terminologie hat aber im Marketing unterschiedliche Bedeutungen.
Ein Zielmarkt beinhaltet jeden, der Interesse an Ihrem Produkt oder an Ihrer Dienstleistung haben könnte. In Ihrer Zielgruppe sind Menschen, wie oben beschrieben, an denen Sie bestimmte Marketingmaßnahmen adressieren.

Was ist eine Zielgruppe im Marketing?

Es sind Menschen, die möglicherweise auf Ihre Marketingressource reagieren, d.h. konkret sie konvertieren, indem Sie ihre E-Mail-Adresse oder andere Adressdaten hinterlassen. Ihre Marketingressource kann eine Landingpage, ein Facebook Post, eine Squeez Page oder Produktseite sein. Es kann eine E-Mail sein, die Sie an ein Zielgruppensegment geschrieben haben oder ein Brief sein, den Sie verschickt haben.
Ihre Zielgruppe ist Teil Ihres Zielmarktes. Sie sollten die Segmentierung nutzen, um die richtige Botschaft an den richtigen Interessenten zur richtigen Zeit zu schicken. So wie Sie Ihre E-Mail-Liste segmentieren, ist es ebenfalls notwendig die gesamte Zielgruppe im Marketing zu segmentieren.

Warum ist die Zielgruppendefinition so wichtig?

Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Autohaus besuchen. Der Vertriebsmitarbeiter im Autohaus spricht Sie an, aber stellt Ihnen überhaupt keine Fragen darüber was benötigen und was Sie genau wollen. In den nächsten Stunden zeigt er Ihnen verschiedene Sportwagen und Limousinen und erzählt Ihnen mit vollem Elan die Geschichte hinter den Ledersitzen und den wunderschönen Türkanten.
Sichtlich genervt sagen Sie dann: „Ich bin eine Mutter von vier Kindern. Ich brauche einen Minivan für meine Kinder, den Sie nicht so einfach beschädigen können.“
Das sollte Ihnen zeigen, wie wichtig es ist seine Zielgruppe zu definieren. Wenn Sie versuchen einen Zweisitzer Sportwagen an eine Mutter mit vier Kinder zu verkaufen, werden Sie immer scheitern.
Schauen wir uns mal die Landingpage auf Ihrer Homepage an. Wenn ein Interessent auf Ihrer Landingpage landet, wollen Sie sofort eine Verbindung mit ihm kreieren, sodass er sich verstanden fühlt. Die Bildsprache, die Überschrift, der Textteil und der CTA (Call-To-Action) sollte das ansprechen was der Interessent genau will. Wenn dies nicht passiert, klickt der Interessent weg auf eine andere Seite.
Das erreichen Sie dadurch, dass Sie ihre Zielgruppe definieren und die potenziellen Kunden auf Marketingressourcen leiten, die mit ihnen räsonieren. Sie schmeißen nicht einfach mit Landingpages und E-Mails sprichwörtlich an die Wand und hoffen, dass wenigstens ein paar von Ihnen kleben bleiben.

Wie definiere ich meine Zielgruppe?

„Selbst wenn Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an Ihre gesamte Zielgruppe oder ihren Kundenstamm vermarkten, sprechen Sie immer noch zu einem Individuum, zu jeder Zeit.“ Ann Handley von den Marketing Profs.
Das ist ein guter Hinweis für alle Gründer, die sich gerade mit der Zielgruppenfindung auseinandersetzen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Zielgruppe so gut wie möglich eingrenzen. Wenn Sie mit einer einzelnen Person, die Person auf der anderen Seite des Monitors, sprechen, müssen Sie wissen, was deren Schmerzpunkte, Ängste, Verunsicherungen, Einwände sind. Wenn Sie diese Informationen kennen, können Sie eine Botschaft versenden, welche sowohl mit Ihrer Zielgruppe räsoniert als auch überzeugend ist.

Befrage deinen aktuellen Kundenstamm

Umfragen werden ziemlich unterschätzt. Sie geben Ihnen Unmengen an Daten, die Sie nutzen können, um Ihre Zielgruppe zu definieren, so lange Sie effektive Fragen hierfür nutzen.
Denken Sie daran, dass in der Kürze die Würze liegt. Ihre Kunden haben auch einen hektischen Alltag. Wenn sie einen Fragebogen erhalten, der zu lange dauert ausgefüllt zu werden, brechen sie ab.
Wenn Sie offenen Fragen stellen, anstatt Skalenfragen oder Ja/Nein Fragen, werden Sie viel mehr Informationen erhalten, da der Befragte sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen muss und nachdenkt.
Für den Anfang könnten die Fragen wie folgt lauten:
Was ist das größte Problem bezüglich… [Ihr Markt]?
Wieviel wären Sie bereit zu zahlen, wenn Ihr Problem mit [Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung] gelöst werden würde?
Auf welchen Plattformen [Social Media, Blogs etc..] befinden Sie sich am meisten?
Haben Sie irgendwelche dringende Fragen bezüglich [Ihr Markt], die jetzt beantwortet werden müssen?
Nutzen Sie die Antworten um Ihre Buyer Persona zu entwickeln. Sobald Sie diese entwickelt haben erstellen Sie Landingpages, E-Mails oder andere Marketingressourcen. Zum Beispiel kann die Antwort der letzten Frage dazu genutzt werden, um Ideen für einen Blogpost zu entwickeln mit einem entsprechenden CTA auf eine Landingpage.
Damit Sie eine Vorstellung haben, wie die Definition Ihrer Zielgruppe aussehen kann, hier ein Bespiel mit den wichtigsten Fragen:
Persönliche Infos
Alter, Geschlecht, Kinder, Beziehungsstatus, Ort, Einkommen, Bildung
Job Infos
Job Beschreibung, Karriereweg, Firma/Branche, Firmengröße, Wie sieht sein Alltag aus? Welche Tools nutzt er? Wer ist sein Chef? Wie misst er den Erfolg?
Werte und Ängste
Was wertschätzt er in der Arbeitswelt und im Privatem? Was ist im wichtig bei einer Dienstleistung wie du sie anbietest? Welche Einwände hätte er? Wie sieht sein Entscheidungsprozess aus?
Ziele und Herausforderungen
Was sind seine persönlichen und beruflichen Ziele? Wie priorisiert er sie? Welche Herausforderungen hat er, um diese Ziele zu erreichen? Wie kannst du dabei helfen? Welche Fragen stellt er sich, wenn er Lösungen zu seinem Problem sucht? Warum würde er deine Dienstleistung nicht kaufen?
Wo findest du ihn?
Wo holt er sich seine Informationen her? Wie kommuniziert er? Welche Medien konsumiert er? Gehört er irgendwelchen Verbänden, Clubs oder Vereinen an? Welche sozialen Medien nutzt er? Wo verbringt er seine Zeit? Hat er relevante Hobbies?
Dienstleistung
Wie kannst du deiner Persona deine Dienstleistung erklären (Marketing Message – Warum soll der Kunde genau mit DIR arbeiten?)? Wie kannst du deiner Persona deine Dienstleistung verkaufen (Elevator Pitch -Was machst du?)
Nicht Kunden
Gibt es Kunden, die du nicht willst? Zu schwierig? Zu viel Aufwand, um ihnen einen Mehrwert zu liefern? Nicht genug Budget? Falsche Branche?

Zusammenfassung

Ihre Zielgruppe genau zu kennen ist wichtiger als Sie vielleicht denken. Gehen Sie nicht von der Annahme aus, dass jeder ein potenzieller Kunde für Sie ist. Grenzen Sie stattdessen Ihre Zielgruppe konkret ein, welche nicht nur Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistungen, sondern auch die Mittel und die Motivation haben zu kaufen.
Erheben Sie Kundenumfragen. Halten Sie Kontakt zu Ihrer Zielgruppe. Testen Sie Ihren Content.
Je mehr Informationen Sie über Ihre Zielgruppe sammeln, desto besser können Sie diese bedienen.

5 Kommentare zu „Wie Sie Ihre Zielgruppe für hervorragendes Marketing definieren“

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